NABU-Lehrpfad Eselsbachtal

Naturwissenspfad Eselsbachtal

 

Der Name wurde inzwischen in "Naturwissenschaftspfad Eselsbachtal" verändert. Unser Projekt ist auf der Seite Pojekte / 2009 / Naturwissenspfad beschrieben. Es handelt sich um einen interaktiven Lehrpfad für Schulklassen von der 5. Klasse bis zum Abitur.

Bereits 2007 gab es die ersten Vorüberlegungen durch den NABU Kaiserslautern und Umgebung für einen Lehrpfad am Eselsbach. Damals war zunächst die Idee, eine ca. 12 Jahre alte Planung mit 7 Schautafeln aufzugreifen und zu realisieren.

Ein zufälliges Gespräch zwischen Jürgen Reincke, dem 1. Vorsitzenden des NABU KL und Daniel Arnold, dem Juniorchef der Deutschen Reihenhaus AG führte dann zum nächsten Schritt. In diesem Gespräch erzählte Herr Arnold, dass die Deutsche Reihenhaus AG bereits seit mehreren Jahren neben den gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Inanspruchnahme von ökologischen Flächen bei ihren Bauvorhaben auch noch zusätzlich 1 Euro je bebautem Quadratmeter für Renaturierungs- oder andere Umweltmaßnahmen spendet oder investiert. Diese zunächst beiläufige Information führte dann kurz später zu einer konkreten Anfrage des NABU KL nach der Übernahme von damals 50% der kalkulierten Kosten für den Schautafellehrpfad. Die Deutsche Reihenhaus AG hat sofort die benötigten 3500,- Euro Unterstützung zugesagt.

Damit konnten wir dann in die konkreten Planungen einsteigen. Die Anfragen bei allen zuständigen Behörden wurden überall sofort mit Begeisterung aufgenommen und unterstützt. Der Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel, hat die Schirmherrschaft übernommen, uns seine Unterstützung und seine Teilnahme bei der Eröffnung zugesagt.

Seit Anfang 2007 hat sich dann Schritt für Schritt eine Arbeitsgruppe aus NABU-Mitgliedern und auch externen, motivierten und fachlich ebenfalls hervorragenden Naturschützern und Pädagogen gebildet. Vertreten sind in der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe Mitglieder des NABU KL, eine Mitarbeiterin der Stadt (Referat Umwelt, Untere Naturschutzbehörde), mehrere Biologen, mehrere Lehrer, freiberufliche Umweltpädagogen, eine Landschaftsplanerin, eine Ökotrophologin, eine Geographin, ein freiberuflicher Computerfachmann, ein Förster.

Gleichzeitig hat sich das Konzept vom Schautafellehrpfad verabschiedet und über die Idee eines interaktiven Lehrpfades zu einem aktiven, pädagogischen Lehrpfad für Schulklassen weiterentwickelt. Dabei hat sich dann auch leider der benötigte Finanzrahmen vervielfacht. Durch weitere Partner und Sponsoren konnte bis Ende 2008 ein zugesagtes Budjet von 12000,- Euro eingeworben werden, wobei aber ein Drittel noch nicht schriftlich vereinbart werden konnte. Die dafür notwendige, schriftliche Kostenplanung kann erst Anfang 2009 mit der genaue festgelegten Gestaltung der Stationen, der Unterrichtsmaterialien, der Dokumentation, der Homepage und von weiteren Ausgaben vereinbart werden. Gleichzeitig lassen sich vielleicht noch weitere Partner finden oder Preisnachlässe und Unterstützung aushandeln.

Als Leittiere für den Lehrpfad haben wir den Eisvogel und den Esel ausgewählt. Der Eisvogel ist eine Leitart für naturnahe Fließgewässer, also für den Natur-Lebensraumes Eselsbachtal. Der Esel ist ein Symbol für die Nutzung durch den Menschen (Eselsfürth, Eselsbach) und repräsentiert den kulturellen Einfluss des Menschen auf die Kulturlandschaft des Eselsbachtals. Beide sollen den "roten Faden" von Station zu Station darstellen und die beiden Faktoren Mensch und Natur an den Stationen aufgreifen und erklären.

Der Eisvogel jagt und brütet im Eselsbachtal. Er ist Vogel des Jahres 2009. Wir beteiligen uns mit diesem Projekt auch beim NABU-Bundeswettbewerb "Flussjuwel 2009", bei dem es um den Eisvogel, seinen Lebensraum und um Renaturierungsmaßnahmen für den Eisvogel geht.

Wer Interesse hat, an diesem Projekt mit zu arbeiten, meldet sich bitte bei Jürgen Reincke, Tel.: 0631-66281 oder E-Mail: AG-Eselsbachtal@NABU-KL.de .

Weitere Informationen und die Stationen des Schullehrpfades finden Sie unter Pojekte / 2009 / NABU-Lehrpfad.

 

Presse über das Projekt

 Artikel aus der Rheinpfalz vom 26. August 2008:

Interesse an Flora und Fauna sowie Wissen drum herum solle mit dem geplanten Lehrpfad am Eselsbach vermittelt werden, sagt Jürgen Reincke,
Vorsitzender des NABU, Naturschutzbund Kaiserslautern und Umgebung.

 

Aktionen rund um das „Leben im Wasser"

Der Naturschutzbund Kaiserslautern und Umgebung plant einen interaktiven Lehrpfad am Eselsbach

Flora und Fauna rund um den Eselsbach begreifbar machen, auch im ganz wörtlichen Sinn - das will der Naturschutzbund (Nabu) Kaiserslautern und Umgebung. In Zusammenarbeit mit der Stadt plant er einen interaktiven Lehrpfad, der an der Waschmühle seinen Ausgang nehmen und im kommenden April eröffnet werden soll.

Interesse an Natur und Wissen drum herum zu vermitteln - das werde mit dem Projekt beabsichtigt, erläutert NABU-Vorsitzender Jürgen Reincke. Das heißt: „Es muss Spaß machen bei Kindern ab sechs Jahren." Denn als Hauptzielgruppe sind Grundschulklassen ins Auge gefasst - und die wollen nicht nur auf Schildern etwas über Tiere und Pflanzen erfahren. „Die entsprechende Literatur besagt: Bei reinen Tafellehrpfaden ist der größte Teil eine halbe Stunde später wieder vergessen", meint Reincke.

Interaktiv soll er also sein, der Weg: mit Stationen, die Informationen anreißen und die Kinder zu Aktionen auffordern. Das „Leben im Wasser" könnte dabei einen Schwerpunkt bilden, nennt Reincke als Beispiel. Mit Bechern und Keschern ausgerüstet hätten dort vielleicht Mädchen und Jungen die Möglichkeit, Wasserproben und Tierchen zu entnehmen, diese gleich mit Lupen zu untersuchen oder auch mit in die Schule zu nehmen und dort weiter zu begutachten. Bei einem Thema wie „Der Wald und seine Bäume" könnten etwa die Jahresringe eines Stammes gezählt werden. Denkbar sei auch als Station die „Pflanzen am Bach", sagt der Vorsitzende des NABU Kaiserslautern und Umgebung. Welche und wie viele Stationen es geben wird, steht bislang noch nicht fest. „Die Planung soll bis Februar, März fertig sein", umreißt Reincke den Zeitplan. Vier bis acht Wochen sei dann noch Zeit für Arbeiten. Damit müssten die Stationen aber nicht komplett sein: „Es ist kein Problem, später noch welche zu ergänzen." Ab Oktober soll ein Schild auf den künftigen Lehrpfad hinweisen, der auch deshalb hinter der „Wesch" entsteht, weil die an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden ist. Überlegt wird auch, eine Broschüre zum Projekt zu erstellen.

Bereits vor Jahren war schon einmal ein Erlebnispfad Eselsbachtal mit Schautafeln geplant. Federführend war damals die Stadt: „Die Idee hatte das Referat Umwelt erstellt, sie wurde aber nicht umgesetzt", so der NABU-Vorsitzende. Auch aus finanziellen Gründen. „Wir haben uns die früheren Entwürfe angeschaut und eine Begehung gemacht, es war klar, dass jetzt einiges geändert werden muss", sagt Reincke. Mit „wir" meint er den Arbeitskreis Bachlehrpfad, bestehend aus NABU-Mitgliedern, einer Vertreterin der Stadt und Experten. Klar war aber von Anfang an auch: Das Ganze kann nur umgesetzt werden, wenn die Finanzierung steht. Und die kam zum Teil mehr oder weniger zufällig zustande: Reincke traf vor rund einem Jahr auf den Vorstand der Deutschen Reihenhaus AG, erfuhr, dass diese sich für Naturschutzprojekte engagiert - jetzt will sich das Unternehmen laut Reincke mit der Hälfte der Gesamtkosten von rund 7000 Euro einbringen. Unterstützung komme unter anderem auch vom Referat Umwelt und voraussichtlich von einem anderen Sponsor. 1000 bis 1500 Euro übernimmt der NABU selbst.

Sabrina Zeiter

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.199
Datum: Dienstag, den 26. August 2008
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '3946095'
 

 

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Zuletzt geändert am 13.02.2009